Artikel ist älter als ein Jahr!
Wie sieht eine altersgerechte und gesunde Mediennutzung aus? Wie kann ich mein Kind hierbei gut begleiten? Fragen wie diese beschäftigen viele Familien im Alltag.
Fakt ist: Kinder wachsen heutzutage in einer digitalisierten Welt auf. Knapp die Hälfte der 6- bis 13-Jährigen besitzt ein eigenes Smartphone[1], bei den 12- bis 19-Jährigen sind es sogar über 90 Prozent.[2] Wenn die meisten Gleichaltrigen bereits ein Smartphone haben, wächst häufig auch beim eigenen Kind der Wunsch danach. Digitale Medien können eine wichtige Rolle im Alltag junger Menschen spielen: Sie ermöglichen es, Freundschaften zu pflegen, sich mit anderen auszutauschen und die eigene Identität weiterzuentwickeln. Auch gemeinsame Videospiele können soziale Kontakte fördern und sich positiv auf bestimmte kognitive Fähigkeiten auswirken.
Gleichzeitig bergen digitale Medien Herausforderungen. Suchtfördernde Mechanismen in sozialen Netzwerken und digitalen Spielen können die Entstehung eines problematischen Nutzungsverhaltens begünstigen. Das äußert sich vor allem darin, dass die Mediennutzung nicht mehr selbstbestimmt gesteuert werden kann. Des Weiteren können junge Menschen mit belastenden Inhalten in Berührung kommen. Dazu zählen Gewaltdarstellungen, politischer Extremismus, Fake News sowie Cybermobbing und -grooming.
Doch wie genau können Eltern und Erziehende im Alltag Orientierung geben? Woran lässt sich eine problematische Mediennutzung erkennen? Und wie können gemeinsame Vereinbarungen aussehen? Antworten auf diese und weitere Fragen bieten zwei interaktive Online-Informationsveranstaltungen für Eltern und Erziehende:
Der Vortrag Papa, darf ich dein Handy? richtet sich an Eltern und Erziehende von Kindern im Kleinkind- und Kindergartenalter.
Hier wird auf die Grundlagen der Mediensozialisation in der frühen Kindheit, Grundbedürfnisse und Lebenskompetenzen eingegangen. Darüber hinaus werden problematische Mediennutzung und deren Folgen thematisiert und Tipps für Eltern und Erziehende geboten.
© BillionPhotos.com – stock.adobe.com
Digitale Medien im Jugendalter ist ein Vortrag für Eltern und Erziehende von Kindern ab 11 Jahren.
Die verschiedenen Formen problematischer Internetnutzung (Social Media, Gaming etc.) werden besprochen und die Förderung von Lebenskompetenzen und Medienkompetenz wird alltagsnah behandelt. Weitere Probleme wie Cybermobbing, Verstoß gegen Datenschutz etc. werden vor dem rechtlichen Hintergrund eingeordnet und es wird über Beratungs- und Hilfsangebote informiert.
Die beiden Online-Informationsveranstaltungen unterstützen Eltern und Erziehenden mit Tipps und konkreten Anregungen für den Alltag, mit dem Ziel, mehr Klarheit und Sicherheit in der Medienerziehung zu gewinnen. Interessierte Eltern und Erziehende können sich für die jeweils passende Veranstaltung unter dem entsprechenden Link anmelden.
Weiterführende Informationen bietet außerdem der Elternbereich auf der Plattform für Medienkompetenz Medienfit in NÖ. Dort finden Eltern und Erziehende zusätzliche Informationen und praktische Tipps für den Umgang mit Medien in der Familie.
Zum Elternbereich von Medienfit in NÖ gelangen Sie hier.
Die Digitalisierung prägt den Alltag junger Menschen und eröffnet vielfältige Möglichkeiten, stellt sie zugleich aber auch vor Herausforderungen und kann ihre psychische Gesundheit beeinflussen. Um einen gesunden Umgang mit digitalen Medien zu fördern und problematischen Nutzungsformen vorzubeugen, ist es wichtig, die Ressourcen und Kompetenzen von Heranwachsenden frühzeitig zu stärken. Die Schule ist hierfür ein bedeutsamer Ort.
Der Schwerpunkt „Digitale Medien“ steht im Schuljahr 2026/27 besonders im Fokus der Fachstelle für Prävention NÖ. Im Rahmen dieses Schwerpunkts entwickelt die Fachstelle laufend neue Arbeits- und Unterrichtsmaterialien für Kinder und Jugendliche ab 10 Jahren (Sekundarstufe I), die unterschiedliche Themen rund um einen gesunden Umgang mit digitalen Medien aufgreifen und bei der Förderung psychischer Gesundheit unterstützen.
Die folgenden Materialien und Angebote unterstützen Pädagog*innen dabei, diese Themen praxisnah und unkompliziert im Unterricht aufzugreifen.
Auf der Plattform für Medienkompetenz „Medienfit in NÖ“ der Jugend:info NÖ finden Pädagog*innen zahlreiche Unterrichts- und Arbeitsmaterialien. Dazu zählen auch die von der Fachstelle für Prävention NÖ entwickelten Arbeitsmaterialien „Mediennutzung & psychische Gesundheit“.
Die Materialien richten sich an Kinder und Jugendliche ab 10 Jahren (Sekundarstufe I) und unterstützen Pädagog*innen dabei, einen bewussten und verantwortungsvollen Umgang mit digitalen Medien zu vermitteln. Im Mittelpunkt steht die Auseinandersetzung mit den Chancen und Risiken digitaler Medien sowie die Sensibilisierung für deren Auswirkungen. Ziel ist es, eine kritische Reflexion des eigenen Medienverhaltens anzuregen.
Durch eine offene, interessierte und wertschätzende Auseinandersetzung mit dem Thema können Pädagog*innen einen wertvollen Beitrag zu einer gelingenden Mediensozialisation und zur Stärkung der psychischen Gesundheit von Kindern und Jugendlichen leisten.
Künftig erscheinende Arbeitsmaterialien zu digitalen Medien, etwa zu den Themen Fake News, Künstliche Intelligenz (KI), Cybermobbing und Sexting, können im Bereich „Arbeitsmaterialien“ auf unserer Homepage heruntergeladen werden.
Soziale Medien können das Denken, Fühlen und Verhalten von Kindern und Jugendlichen beeinflussen und damit auch Auswirkungen auf ihre psychische Gesundheit haben. Die Förderung von Medienkompetenz geht daher Hand in Hand mit der Stärkung der psychischen Gesundheit. Ergänzend zu den Materialien „Mediennutzung & psychische Gesundheit“ unterstützt die Fachstelle für Prävention NÖ Pädagog*innen deshalb auch mit Arbeits- und Unterrichtsmaterialien zur Resilienzförderung.
Die Broschüre „Resilienz fördern – Psychische Gesundheit als gemeinsames Ziel“ bietet Pädagog*innen leicht umsetzbare Methoden zur Stärkung der Resilienz von Kindern und Jugendlichen ab 10 Jahren in der täglichen pädagogischen Praxis.
Für alle, die die Arbeitsmaterialien gleich direkt im Unterricht einsetzen möchten, bietet die Fachstelle für Prävention NÖ auch in diesem Jahr wieder die Möglichkeit, eines von 100 Booster-Paketen zu gewinnen. Die Pakete enthalten unter anderem die Broschüre „Resilienz fördern – Psychische Gesundheit als gemeinsames Ziel“ in gedruckter Form sowie weitere Materialien für die Unterrichtsgestaltung. Dazu zählen beispielsweise Postkarten für das „Gefühls-Bingo“ oder Knabbersachen für die „Genussübung“.
Teilnahmeberechtigt sind alle niederösterreichischen Schulen der Sekundarstufe I (Mittelschulen, SPZs und AHS-Unterstufen).
Wichtige Informationen:
Weitere Informationen und Buchungsmöglichkeiten finden Sie hier.
Quellen & weiterführende Literatur:
[1] Medienpädagogischer Forschungsverbund Südwest (mpfs). (2024). KIM-Studie 2024. Kindheit, Internet, Medien. Basisuntersuchung zum Medienumgang 6- bis 13-Jähriger. https://mpfs.de/studie/kim-studie-2024/
[2] Medienpädagogischer Forschungsverbund Südwest (mpfs). (2025). JIM-Studie 2025. Jugend, Information, Medien. Basisuntersuchung zum Medienumgang 12- bis 19-Jähriger. https://mpfs.de/app/uploads/2025/11/JIM_2025_PDF_barrierearm.pdf
Um Ihnen ein optimales Erlebnis zu bieten, verwenden wir Technologien wie Cookies, um Geräteinformationen zu speichern und/oder darauf zuzugreifen. Wenn Sie diesen Technologien zustimmen, können wir Daten wie das Surfverhalten oder eindeutige IDs auf dieser Website verarbeiten. Wenn Sie Ihre Einwilligung nicht erteilen oder zurückziehen, können bestimmte Merkmale und Funktionen beeinträchtigt werden.
Linzer Straße 17/1
A-3100 St. Pölten
+43/2742/31 440
office@fachstelle.at