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Nikotinbeutel enthalten keinen Tabak oder Liquids wie bei elektronischen Dampfprodukten. Deshalb fallen sie derzeit nicht unter das Tabak- und Nichtraucherinnen bzw. Nichtraucherschutzgesetz[4] (TNRSG). Aus Sicht der Suchtprävention ist eine Aufnahme von Nikotinbeuteln in das TNRSG jedoch dringend zu empfehlen. Dadurch könnten bundesweit diverse Regulierungen greifen, wie beispielsweise bezüglich Bewerbung, Höchstmengen an Nikotin oder Bekanntgabe aller Inhaltsstoffe. Ein möglicher neuer Gesetzesentwurf dazu existiert bereits, dieser wird aktuell geprüft.
Vorerst sind und bleiben Nikotinbeutel in Österreich unzureichend reguliert!
Einige Änderungen gab es 2026 trotzdem. Was hat sich also getan?
Im NÖ Jugendgesetz[5] werden konkret . Die Substanz Nikotin wird aber nicht spezifisch angeführt. Somit sind Nikotinbeutel auch im NÖ Jugendgesetz nicht explizit geregelt, sie werden aber vom §18 Abs. 4 NÖ Jugendgesetz mitumfasst:
Junge Menschen dürfen „Drogen und andere Stoffe, die geeignet sind, rauschähnliche Zustände, Süchtigkeit, Betäubung oder physische oder psychische Erregungszustände hervorzurufen und nicht unter das Suchtmittelgesetz (…) fallen, nicht besitzen, verwenden oder zu sich nehmen. (…)“
Dieser Absatz richtet sich an die Jugendlichen selbst, sie sind entsprechend strafbar. Aber auch Erwachsene begehen eine Verwaltungsübertretung, wenn sie Jugendlichen den Besitz oder Konsum solcher Drogen und Stoffe ermöglichen. Demnach dürfen Nikotinbeutel auch nicht an Jugendliche verkauft werden.
Seit dem Frühjahr 2026 sind Nikotinbeutel im Tabakmonopol verankert. Damit dürfen sie ausschließlich über Trafiken oder andere lizenzierte Abgabestellen verkauft werden. Ziel dieser Maßnahme ist es, sowohl die Produktsicherheit als auch eine kontrollierte Abgabe zu gewährleisten.
Neu ist zudem, dass Nikotinbeutel nun auch dem Tabaksteuergesetz unterliegen – wenn auch mit einer geringeren Besteuerung als herkömmliche Zigaretten.
Durch die Umstellung des Zulassungsverfahrens auf ein vereinfachtes Meldeverfahren gelangen neue Nikotinprodukte außerdem deutlich schneller auf den Markt.
Um mit Kindern und Jugendlichen für ein spezielles Thema wie Nikotinbeutel eine gute Gesprächsbasis zu haben, macht es Sinn, vorab Informationen dazu einzuholen.
Thematisieren Sie Nikotinkonsum, egal welche Form(en) davon, mit Ihrem Kind bzw. Ihren Schüler*innen! Seien Sie im Gespräch dabei offen, sachlich und wertschätzend. Nehmen Sie Meinungen und Sorgen der Jugendlichen stets ernst. Es bestärkt das Vertrauen Ihres Kindes bzw. Ihrer Schüler*innen, sich mit allerlei Themen, die sie beschäftigen, an Sie zu wenden. Auch wenn Sie selbst rauchen, haben Sie einen Einfluss auf das Nichtrauchen Ihres Kindes. , bewirkt hier mehr, als es nicht zu thematisieren.
Es ist wichtig, eine klare Haltung gegen den Konsum von Tabak- und Nikotinprodukten aller Art einzunehmen! Sprechen Sie mit Ihrem Kind bzw. mit Ihren Schüler*innen über die Gründe, warum Jugendliche Nikotinbeutel oder andere Nikotinprodukte konsumieren. Welche zugrunde liegenden Bedürfnisse könnten hinter dem Konsum stehen? Gibt es andere Wege, um diese Bedürfnisse zu stillen? Rauchen Sie selbst, thematisieren Sie offen (Ihre) Gründe und mögliche Schwierigkeiten. Damit machen Sie sich glaubwürdig und als Person spürbar.
Um Pouches und weitere Formen des Nikotinkonsums in Schulen zu behandeln, bieten wir das Projekt „Prävention von Alkohol- und Nikotinkonsum“ an, welches neben einer Fortbildung für Pädagog*innen auch Workshops für Jugendliche und einen Elterninformationsabend umfasst. Zusätzlich kann mit unserem projektunabhängigen Arbeitsmaterial „Tabak und Nikotin“ das Thema auf unterschiedliche Weise im Unterricht aufgegriffen werden.
Viele wertvolle Tipps zur Gesprächsführung mit Kindern und Jugendlichen rund um das Thema Rauchen gibt es auch in unserer Broschüre„.
Weitere Informationen zu Nikotinbeuteln sowie anderen (rauchfreien) Tabak- bzw. Nikotinprodukten finden Sie unter: www.check-yourself.at .
Auch das Rauchfrei Telefon gibt allerhand Infos zu Produkten und hilft beim Ausstieg, auch per App!
Interessante und zusammengefasste Fakten bietet das Positionspapier „Tabak und Nikotin“ der österreichischen Fachstellen für Suchtprävention, welches die gemeinsame fachliche Einschätzung aller neun österreichischen Fachstellen zu diesem Thema wiedergibt[3].
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