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Dry January 2027: Was bringt ein Monat ohne Alkohol?

Und wie kann ich mitmachen?

31 Tage ohne Alkohol: Für viele ist der Jänner inzwischen mehr als ein guter Vorsatz. Der Dry January lädt dazu ein, Trinkgewohnheiten bewusst zu hinterfragen – 2027 gibt es wieder die Möglichkeit, sich der alkoholfreien Challenge anzuschließen.

Nach Weihnachten, Silvester und zahlreichen gemütlichen Abenden mit Punsch oder Glühwein kommt der Dry January für viele genau richtig: Ein Monat ohne Alkohol kann ein persönlicher Neustart sein. Die ursprüngliche Kampagne wurde von Alcohol Change UK ins Leben gerufen und ist mittlerweile international verbreitet.

Was sagt die aktuelle Forschung?

Dry January ist Gegenstand wachsender wissenschaftlicher Literatur.[1][2] Eine Teilnahme am „Dry January“ führt zur Verbesserung des psychischen und körperlichen Wohlbefindens:

  • Mehr Glücksgefühle: Studien beobachten Verbesserungen beim subjektiven psychischen Wohlbefinden
  • Erholsamerer Schlaf: Teilnehmer*innen berichten häufiger von verbesserter Schlafqualität.
  • Mehr Energie, bessere Konzentration: Der Verzicht auf Alkohol kann sich positiv auf den Alltag auswirken, da man sich tagsüber oft energiegeladener und wacher fühlt und sich dadurch besser fokussieren kann. Gleichzeitig kann ein klarer Kopf dabei helfen, Aufgaben effizienter zu bewältigen und die eigene Leistungsfähigkeit zu steigern.
  • Der Körper regeneriert sich erstaunlich schnell: Innerhalb eines Monats ohne Alkohol können sich die Organe und Knochen zumindest teilweise erholen.[3]
  • Ein bewusster Umgang: Der vielleicht wichtigste Effekt besteht darin, die eigenen Gewohnheiten sichtbar zu machen. Warum trinke ich eigentlich? Aus Genuss, aus Gewohnheit, wegen Stress oder weil alle anderen „mittrinken“?
  • Weniger Alkohol über den Jänner hinaus: Studien fanden auch Monate nach dem Dry January einen geringeren Alkoholkonsum bei den Teilnehmer*innen.

Die Forschung spricht dafür, dass auch Menschen, die die Challenge nicht vollständig durchhalten, von einer Auseinandersetzung mit ihrem Konsum profitieren. Ein Ausrutscher muss nicht bedeuten, dass der gesamte Monat „gescheitert“ ist. Sinnvoller ist es, sich anzusehen, warum er passiert ist: War es sozialer Druck? Stress? Gewohnheit? Und was könnte beim nächsten Mal helfen?

So wird der Dry January 2027 noch leichter

Ein Monat ohne Alkohol klingt zunächst einfach. Schwieriger wird es oft bei Geburtstagen, Restaurantbesuchen, Partys oder dem klassischen „Feierabendgetränk“.

Ein paar Strategien können helfen:

Ein gutes alkoholfreies Getränk im Lieblingsglas kann erstaunlich viel verändern. Wer sich gern um 18 Uhr ein Bier öffnet, sollte für diese Situation bereits eine Alternative im Kühlschrank haben. Wahrer Genuss braucht keinen Alkohol. Hausgemachter Eistee, feine Sodas oder ein Mocktail laden zum bewussten Genießen ein.

Wer regelmäßig Alkohol kauft, kann den entsprechenden Betrag auf ein eigenes Konto legen. Am Ende des Monats wird sichtbar, was die Challenge finanziell gebracht hat.

Freund*innen, Partner*innen oder Kolleg*innen helfen, die Challenge gemeinsam zu bestehen.

Dry January 2027: Wo kann man mitmachen?

Wer sich der internationalen Dry-January-Challenge anschließen möchte, kann folgende kostenlose Angebote nutzen. Dazu gehört die Try Dry App (auf Deutsch, Englisch und Französisch) für persönliche Zielsetzungen mit einem Fortschrittstracker und motivierenden Inhalten während des Monats: Hier finden Sie den Link zur offizielle Dry January Homepage. Der Newsletter und WhatsApp liefern täglich Motivation aufs Handy.

31 Tage. Eine klare Entscheidung. Und danach die Frage: Was möchte ich aus diesem Monat mitnehmen?

Vielleicht ist es: weniger Alkohol. Vielleicht: mehr Bewusstsein. Vielleicht: die Erkenntnis, dass manche Gewohnheiten gar nicht so unverzichtbar sind, wie sie zunächst scheinen.
Die Antwort darauf darf ganz persönlich sein.

Ein wichtiger Hinweis

Der Dry January ist nicht für alle Menschen eine harmlose Challenge. Wer körperlich von Alkohol abhängig ist, sollte nicht plötzlich und ohne medizinische Begleitung vollständig auf Alkohol verzichten. Ein abruptes Absetzen von Alkohol kann zu schweren, unter Umständen lebensbedrohlichen Entzugssymptomen führen. In solchen Situationen ist es wichtig, ärztliche und psychosoziale Unterstützung in Anspruch zu nehmen. Auch unabhängig von einer Alkoholabhängigkeit gilt:

Bei bestimmten Erkrankungen, bei der Einnahme von Medikamenten oder in besonderen gesundheitlichen Situationen können individuelle Empfehlungen zum Alkoholkonsum sinnvoll sein. Besprechen Sie entsprechende Fragen am besten mit Ihrer Ärztin oder Ihrem Arzt.

Weitere Beratungsstellen und Therapieangebote finden Sie hier.

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Weiterführende Websiten

Alcohol Change UK ist eine führende britische Wohltätigkeitsorganisation im Bereich Alkohol, die aus dem Zusammenschluss von Alcohol Concern und Alcohol Research UK hervorgegangen ist: Supporting the Dry January® challenge in your community | Alcohol Change UK

„Try Dry@“ ist eine leistungsstarke, benutzerfreundliche und völlig kostenlose Premium-App, die Zehntausenden von Menschen dabei hilft, ihren Alkoholkonsum in den Griff zu bekommen. „Try Dry®“ ist die offizielle
App der „Dry January®“-Challenge, die von der Wohltätigkeitsorganisation Alcohol Change UK ins Leben gerufen wurde und von ihr betrieben wird. TRY DRY: The Dry January app‑App – App Store

Dry January® Schweiz ist eine gemeinnützige Kampagne, die Menschen dazu ermutigt, im Januar und darüber hinaus auf Alkohol zu verzichten. Seit 2021 haben Millionen Menschen alkoholfrei mit uns ins neue Jahr gestartet: Dry January® Schweiz

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Quellen:

[1] Lespine, L.-F., François, D., Haesebaert, J., Delile, J.-M., Savy, M., Naassila, M., De Ternay, J., & Rolland, B. (2026). Determinants of successful completion and short-term benefits associated with temporary alcohol abstinence during Dry January in France: A prospective cohort study. Preventive Medicine, 202, 108428. https://doi.org/10.1016/j.ypmed.2025.108428

[2] Strowger, M., Meisel, M. K., Uriarte, S., & Colby, S. M. (2025). A scoping review of Dry January: Evidence and future directions. Alcohol and Alcoholism, 60(5), agaf057. https://doi.org/10.1093/alcalc/agaf057

[3] Thomes, P. G., Rasineni, K., Saraswathi, V., Kharbanda, K. K., Clemens, D. L., Sweeney, S. A., Kubik, J. L., Donohue, T. M., & Casey. (2021). Natural Recovery by the Liver and Other Organs After Chronic Alcohol Use. Alcohol Research: Current Reviews, 41(1), 05. https://doi.org/10.35946/arcr.v41.1.05

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