Essstörungen im Jugendalter
Essstörungen zählen zu den häufigsten psychischen Erkrankungen im Jugendalter – oft bleiben sie lange unerkannt und unbehandelt. Gerade in der Jugendarbeit, wo junge Menschen in ihrer Entwicklung begleitet und unterstützt werden, ist ein sensibler und informierter Umgang mit diesem Thema von großer Bedeutung.
Diese Fortbildung bietet fundiertes Wissen über die verschiedenen Formen von Essstörungen, deren Erkennungsmerkmale sowie aktuelle Erkenntnisse aus Forschung und Praxis.
Sie erfahren, wie Sie im beruflichen Alltag präventiv tätig werden können, worauf es im Gespräch mit betroffenen Jugendlichen ankommt und welche Rolle aktuelle Ernährungstrends dabei spielen.
Ziel der Fortbildung ist es, in der Jugendarbeit tätige Fachkräfte zu stärken – mit Wissen, Handlungskompetenz und einem geschärften Blick für die Herausforderungen, die Jugendlichen im Umgang mit Essen, Selbstwert und Körperbild heute erleben.
Zu den Vortragenden
Prim. Clin. Ass. Prof. Dr. Julia Othman Hassan ist seit 2008 Fachärztin für Kinder und Jugendheilkunde. Ihre Ausbildung hat sie nach Abschluss des Studiums in Freiburg im Breisgau in der Kinderabteilung Lörrach absolviert. Bereits zu diesem Zeitpunkt zeigte sich, dass Ernährung ein essenzielles Thema in der Kinderheilkunde darstellt. Zu der Zeit etablierte sich an den Kinderabteilungen die Notwendigkeit einer ernährungswissenschaftlichen Begleitung, die über die Vermittlung der rein medizinischen Inhalte weit hinausgeht. 2008 übersiedelte Frau Doktorin Othman Hassan aus familiären Gründen, aufgrund eines attraktiven neuen Arbeitsplatzes und nicht zuletzt wegen der guten regionalen Küche nach Krems. In Ihrem medizinischen Alltag im Universitätsklinikum Krems spielt der Blick auf eine ausgewogene Ernährung für Frau Doktorin Othman Hassan, nach wie vor eine wesentliche Rolle, nicht nur in somatisch-nutritiven Sinn, sondern auch als „Nährung der Seele“.
Birgitt Schwarzinger ist seit 1993 Diätologin. Zu Beginn ihres beruflichen Werdeganges beschäftigte sie sich größtenteils mit den Themen Adipositas und Diabetes, im Erwachsenen- und auch im Kinder- und Jugendbereich. 2009 wechselte sie nach langjähriger Tätigkeit im ehemaligen Wilhelminenspital an das Universitätsklinikum Krems, wo sie neben den Schwerpunkten Strahlenonkologie und palliativ auch wieder in der Kinder- und Jugendabteilung tätig wurde. Seit 2022 hat sie ihre berufliche Heimat auf der Kinder- und Jugendabteilung mit dem Schwerpunkt Psychosomatik gefunden.
Zielgruppe
Dieses Fortbildungsangebot richtet sich an Fachkräfte und Mitarbeiter*innen im Gesundheits- und Sozialwesen.
Kosten
Die Fachstelle für Prävention NÖ stellt Ihnen dieses Angebot kostenlos zur Verfügung.
